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Roßdorf und Gundernhausen
CDU ROßDORF/GUNDERNHAUSEN

Gemeindevertretersitzung am 18. September 2026

37 Punkte und viel Gesprächsbedarf

Am Freitag, den 18. September 2026, kam die Gemeindevertretung Roßdorf zu ihrer dritten Sitzung der neuen Wahlperiode in der Bürgerhaushalle Gundernhausen zusammen. Aufgrund der Erkrankung des Vorsitzenden Heiko Hofmann übernahm seine Stellvertreterin Astrid Kaufmann die Sitzungsleitung. Sie führte souverän durch die umfangreiche Tagesordnung und behielt auch bei längeren Diskussionen den Überblick. Bei insgesamt 37 nummerierten Tagesordnungspunkten war dies an diesem Abend keine leichte Aufgabe. Nach den üblichen Formalien begann der inhaltliche Teil mit einem besonders erfreulichen Anlass. Für ihr langjähriges kommunalpolitisches Engagement wurden Karlheinz Rück, Dr. Annette Rückert und Jochen Lehmann mit Ehrenbezeichnungen der Gemeinde Roßdorf gewürdigt. Karlheinz Rück und Jochen Lehmann erhielten die Ehrenbezeichnung „Ehrenbeigeordneter“, Dr. Annette Rückert die  Ehrenbezeichnung „Ehrengemeindevertreterin“. Alle drei können auf mindestens 25 Jahre  kommunalpolitisches Engagement zurückblicken. Wir gratulieren sehr herzlich zu dieser besonderen Auszeichnung und danken für den langjährigen Einsatz für Roßdorf und Gundernhausen! Nach seiner Ehrung erhielt Karlheinz Rück noch einmal das Wort und blickte auf seine langjährige kommunalpolitische Erfahrung zurück. Dabei richtete er auch einen Appell an die heutige Gemeindevertretung: Bei allen politischen Auseinandersetzungen gelte es, die Gemeinde und deren Wohl im Auge zu behalten und vernünftig, sachlich und verantwortungsbewusst Politik zu machen. Worte aus vielen Jahren kommunalpolitischer Erfahrung, die an diesem Abend besondere Aufmerksamkeit fanden. 

Es folgten die Berichte des Vorsitzenden der Gemeindevertretung, des Bürgermeisters, der Ausschussvorsitzenden sowie aus den Verbänden. Vorgestellt wurden zudem die Ergebnisse der 255. Vergleichenden Prüfung „Umwelt- und Grünpflegemanagement in Bauhöfen“ des Hessischen Rechnungshofs. Der Bericht betrachtet den Zeitraum von 2020 bis 2024 und stellt unter anderem positive Ergebnisse bei der Grünpflege, der Digitalisierung und der Verkehrssicherung fest. Gleichzeitig werden in einzelnen Bereichen wirtschaftliche Verbesserungspotenziale aufgezeigt. 
Anschließend standen zahlreiche weitere kommunale Themen auf der Tagesordnung. Dazu gehörten die Besetzung der Kommission „Ortsentwicklung“, die Konzessionsverträge für das kommunale Strom- und Gasnetz, eine Änderung der Gebührensatzung für öffentliche Einrichtungen sowie die Mitgliedschaft in der „Forstbetriebsgemeinschaft Wald- und Holzkontor w. V.“. Auch die Umsetzung des kommunalen Anpassungskonzepts sowie die Förderung „Energetische Stadtsanierung“ für das Quartier „Roßdorf-Ortskern“ wurden behandelt. Mehrere personelle Entscheidungen schlossen sich an. So standen Wahlen beziehungsweise Wiederwahlen für die Ortsgerichte Roßdorf I und II sowie für das Schiedsamt auf dem Programm. Ein weiterer wichtiger Punkt war der Bedarfs- und Entwicklungsplan für den Brandschutz, die allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz der Gemeinde Roßdorf. An dieser Stelle möchten wir ausdrücklich den Kameradinnen und Kameraden unserer Freiwilligen Feuerwehr danken. Ob bei Bränden, Verkehrsunfällen, Unwettern oder anderen Notlagen: Sie sind für die Menschen in Roßdorf und Gundernhausen da und leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Sicherheit unserer Gemeinde. Ein besonderer Dank gilt Gemeindebrandinspektor Stefan Zuspann und seinem Stellvertreter Eric Oehme, die viel Zeit und Arbeit in die Erstellung und Ausarbeitung des Bedarfs- und Entwicklungsplans investiert haben. Eine solche umfassende Bestandsaufnahme und vorausschauende Planung für die kommenden Jahre ist mit erheblichem Aufwand verbunden. Vielen Dank für diese wichtige Arbeit und das große Engagement für unsere Feuerwehr und die Sicherheit unserer Gemeinde. 
Auch verschiedene Fördermöglichkeiten standen auf der Tagesordnung. Dazu gehörten die Teilnahme am Förderaufruf „Vom Plan zur Wende“ sowie die Beantragung von Fördermitteln aus dem Bundesprogramm „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“. Hier geht es unter anderem um ein Stadtbaumkonzept, weitere Baumpflanzungen und die Optimierung von Baumstandorten.

Mit Tagesordnungspunkt 20 folgte schließlich der Widerspruch des Bürgermeisters gegen einen Beschluss des Gemeindevorstands zum Ruhen des Mandats der FPS Rechtsanwaltsgesellschaft mbH & Co. KG. Die Beratung dieses Punktes nahm sehr viel Zeit in Anspruch und führte zu ausführlichen Diskussionen in der Gemeindevertretung. Da das Thema mit seinen Hintergründen und den unterschiedlichen Positionen den Rahmen dieses Artikels sprengen würde, werden wir in einem gesonderten Artikel ausführlicher über den Widerspruch berichten. Der Sitzungsabend zog sich schließlich bis 0 Uhr und dauerte damit rund fünf Stunden. Trotz dieser langen Beratungszeit konnte die umfangreiche Tagesordnung nicht vollständig abgearbeitet werden. Mit dem Widerspruch war erst Tagesordnungspunkt 20 von insgesamt 37 nummerierten Punkten erreicht. Die noch verbliebenen 17 Tagesordnungspunkte konnten an diesem Abend nicht mehr behandelt werden und müssen in der nächsten Sitzung der Gemeindevertretung erneut aufgerufen und geklärt werden. Darunter befinden sich weitere Anträge der Fraktionen sowie zahlreiche Anfragen an den Gemeindevorstand. 
Nach diesem langen Sitzungsabend sorgte Jochen Lehmann noch für eine willkommene Stärkung: Anlässlich seiner Ehrung spendierte er den Anwesenden Pizza und Getränke. Nach rund fünf Stunden Sitzung war dies ein schöner und geselliger Abschluss des Abends. Herzlichen Dank an Jochen Lehmann für diese nette Geste – und nochmals herzlichen Glückwunsch zur verdienten Ehrung!