CDU will Schulstandort Roßdorf stärken

Besuch an der Justin-Wagner-Schule zeigt Potential, aber auch Handlungsbedarf

Die CDU Roßdorf/Gundernhausen will zukünftig den Fokus verstärkt auf die Themen Kinderbetreuung, Schule und Ausbildung richten. Vor diesem Hintergrund besuchten am vorvergangenen Montag (5. 9.) Mitglieder unserer Fraktion die Justin-Wagner-Schule. Ihr Fazit nach dem Vor-Ort-Termin ist eindeutig: Während in Sachen Kinderbetreuung in Roßdorf und Gundernhausen in den letzten Jahren schon viel erreicht wurde, ist im schulischen Bereich noch einiges zu tun – gerade aufgrund des vermehrten Zuzugs junger Familien in die Gemeinde. In einem sehr informativen Gespräch mit Schulleiterin Ulrike Trede-Ellendt wurde deutlich, dass die dreigliedrige kooperative Gesamtschule einerseits ein sehr vielfältiges Schulangebot ermöglicht, andererseits jedoch die notwendigen Rahmenbedingungen für eine positive Weiterentwicklung des Schulstandortes vom Landkreis nicht ausreichend geschaffen werden.

Bei dem Termin, an dem neben Vertretern der Roßdörfer CDU-Fraktion auch der schulpolitische Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion, Sebastian Sehlbach, und die Landtagsabgeordnete Karin Wolff teilnahmen, zeigte Trede-Ellendt zahlreiche Entwicklungen der letzten Jahre sowie Perspektiven und Initiativen für die Zukunft auf. Nach Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium hat die Justin-Wagner-Schule, die derzeit von ca. 600 Schülerinnen und Schülern besucht wird, vor zwei Jahren ihr pädagogisches Konzept verändert und sich auf den Weg in Richtung Ganztagsschule gemacht (Profil 2 wird angestrebt). Eine weitere Verzahnung zwischen Unterricht und pädagogischer Betreuung ist damit gegeben. Zu den ins Auge gefassten Projekten gehören des Weiteren die Kooperation des Hauptschulzweigs mit Firmen aus Roßdorf und Umgebung, der weitere Ausbau der Schulsozialarbeit sowie die Entwicklung zusätzlicher Angebote – auch gemeinsam mit der Gemeinde Roßdorf.

Schulsanierung muss kurzfristig sichergestellt werden

Ein wesentliches Problem stellt hingegen der bauliche Zustand der Schule dar. Das Gebäude, das 1975 errichtet worden ist, muss dringend saniert werden. Die Lernbedingungen sind dadurch alles andere als optimal: Im Sommer heizt sich das Gebäude stark auf, im Winter ist es zu kalt.

Vor allen Dingen besteht ein Sanierungsstau bei Fachräumen. So ist die Sanierung des naturwissenschaftlichen Traktes seit Jahren im Maßnahmenplan des Landkreises vorgesehen, jedoch immer wieder verschoben worden. Dieser Zustand ist sehr unbefriedigend, vor allem deshalb, weil die JWS mittelfristig bestimmte Fachprofile schärfen möchte und unter Umständen Neigungsklassen einrichten will, die ihren Schwerpunkt unter anderem im naturwissenschaftlichen Bereich haben.

Wir von der CDU sind der festen Auffassung, dass sich der Schulstandort nur dann zeitgemäß weiterentwickeln kann, wenn vom Schuldezernat endlich die notwendigen Mittel für die Sanierung bereitgestellt werden.

Kooperation von Schule, Gemeinde und Vereinen ist der richtige Weg

Um die Attraktivität und die Vielfältigkeit des Schulangebots weiter zu steigern, setzen wir auf verstärkte Kooperationen mit Vereinen und der Gemeinde selbst. Mit Blick auf die Entwicklung eines Ganztagsschulangebots muss ein möglichst enges Netz zwischen Schule, Landkreis, Gemeinde und Vereinen geknüpft werden – unter Berücksichtigung der Jugendförderung und der Schulsozialarbeit vor Ort.

Unterstützen möchten wir die Justin-Wagner-Schule auch beim Thema Schulwegsicherheit. Wir wollen uns dafür einsetzen, dass an den wichtigen Stellen im Schulumfeld Geschwindigkeitskontrollen stattfinden. Damit sollen Gefahrensituationen vermieden werden, die durch zu schnell fahrende Autos in der Darmstädter Straße, dem Odenwaldring oder dem Grünen Weg im Berufsverkehr entstehen können.

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